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Ressourcenbetreuung

Neben Forschungsdaten werden im Rahmen digitaler geisteswissenschaftlicher Forschungsvorhaben häufig auch sogenannte lebende Systeme und Ressourcen entwickelt. Unter dem Begriff der lebenden Systeme und Ressourcen werden insbesondere dynamische Anwendungen, Webpräsenzen und Analysewerkzeuge, Software jeglicher Art, sowie Zugangs- und (Re-)Präsentationsschichten zu Forschungsdaten und -ergebnissen verstanden. Beispiele hierfür sind u.a. digitale Editionen, Datenbanken, die über Webpräsenzen in einem spezifischen Kontext zugänglich sind, Datenvisualisierungen, digitale Werkzeuge zur Analyse und (Weiter-)Verarbeitung von Forschungsdaten und -ergebnissen.

Das DCH bietet dahingehend gemeinsam mit seinen Partnerinstitutionen verschiedene Möglichkeiten der Übernahme und des Hostings lebender Systeme und Ressourcen an der Universität zu Köln an. Dabei wird auf die infrastrukturellen Angebote des IT-Zentrums der Universität zu Köln (ITCC) zurückgegriffen.
 

Hosting und Deployment

STATISCHES WEBHOSTING

Das statische Webhosting eignet sich als Archivierungsmethode von Web-basierten Inhalten, die in jeglicher Form statisch, also zukünftig unverändert sind. Zu beachten ist hierbei, dass es durchaus Methoden gibt, dynamische Webressourcen wie bspw. WordPress, Typo3 etc. zu “statisieren”, also in eine statische Form zu überführen und somit für das statische Webhosting zu qualifizieren. 

DYNAMISCHES WEBHOSTING

In Abgrenzung zum statischen Webhosting erlaubt dessen dynamisches Pendant den Einsatz von serverseitigen Technologien, wobei auch diese beschränkt sind auf Perl, PHP und Python sowie den Einsatz von MySQL bzw. MariaDB Datenbanken. Einhergehend mit dynamischen Laufzeitumgebungen und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten der Bereitstellung sog. lebender Systeme sind jedoch erhöhte Wartungsaufwände. Grundsätzlich erklärt sich das Datenzentrum nicht dazu bereit die dauerhafte Wartung von eingelieferten Ressourcen nach deren erfolgreicher Inbetriebnahme zu tragen, jedoch können in Einzelfällen gewisse Kontingente zur Instandhaltung spezifischer Ressourcen aufgewendet werden. Zugesichert werden kann die Bereitstellung einer Ressource jedoch lediglich, solange dies keiner manuellen Intervention benötigt.

Deploymentstrategien

Sollte sich eine Forschungsapplikation aufgrund ihrer Komplexität oder der eingesetzten Technologien nicht im Kontext der vorgestellten Webhostingangebote abbilden lassen, besteht darüber Hinaus die Möglichkeit diese Applikation als Deployment-Paket zu provisionieren. Dies meint konkret die Modellierung der gesamten Applikation inklusive aller Abhängigkeit als Compose-Stack, einem quasi-Standard zur herstellerunabhängigen, maschinenlesbaren Beschreibung mehrerer zusammenhängender Softwarekomponenten und deren Schnittstellen etc.