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Umsetzung

Gesamtkonzept

Das DCH entwickelt einen umfassenden Plan für den nachhaltigen Aufbau eines Datenzentrums an der Philosophischen Fakultät mit einer klaren Ausrichtung auf die Bedürfnisse geisteswissenschaftlicher Forschung. In diesem Sinne versteht sich das DCH als forschungs- und praxisnaher Dienstleister, der in enger Abstimmung mit den lokalen Partnern, dem CCeH, dem RRZK und der USB, mit einem komplementären Angebot Lücken in der Beratung von Wissenschaftlern und Versorgung von Forschungsdaten adressieren möchte.

Gremienarbeit und Anbindung an die nationale/internationale Entwicklung

Das DCH steht in engem Kontakt mit anderen Datenzentren, nationalen und internationalen Initiativen und Infrastrukturprojekten. Der Austausch mit anderen Zentren und die Gremienarbeit dient der Positionierung des DCH in einer immer weiter ausdifferenzierten Forschungsdatenlandschaft, sichert die Anbindung an aktuelle Entwicklungen und ist Ausgangspunkt für Überlegungen zur methodischen Konvergenz. Das Zentrum der nationalen Aktivitäten des DCH bildet die Arbeitsgruppe Datenzentren im Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd), in der die auf Geisteswissenschaften ausgerichteten Zentren, Initiativen und Infrastrukturprojekte im deutschsprachigen Raum zusammenkommen.

Lesen Sie hier mehr zur Gremienarbeit und zur Anbindung an die nationale/internationale Entwicklung.

Infrastrukturprojekte gemeinsam mit den Fachwissenschaften

Die Zusammenarbeit mit den Fachwissenschaften wird in drei Cluster gegliedert.

  • Audiovisuelle Daten
  • Texte & Dokumente
  • Objekte & Bilder

Übersicht über DCH-Clusterstruktur

Damit ist weder eine statische Eingruppierung entlang der Grenzen von Fachdisziplinen noch eine methoden-agnostische Versorgung von Datentypen intendiert. Vielmehr stellen die Cluster den Versuch dar, größere Gruppen von Interessenten zu bilden, die sich aus einer größtmöglichen Überschneidung von methodischen und technischen Anforderungsprofilen ergeben.
Im Bereich Audiovisuelle Daten betreibt das DCH seit 2013 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Linguistik das Language Archive Cologne, eine Plattform zur Archivierung und Präsentation von audiovisuellen (Sprach-)Daten.
Das BMBF-geförderte Projekt KA³, das im Oktober 2015 angelaufen ist, wird den mit dem Language Archive Cologne begonnenen Aufbau eines Online-Archivs massiv vorantreiben. U.a. wird hierbei die technische Plattform, die durch das Regionale Rechenzentrum aufgebaut und gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Psycholinguistik entwickelt wird, für einen nachhaltigeren Betrieb, größere Datenmengen und ein breiteres (fachübergreifendes) Anforderungsprofil ausgelegt.

Lesen Sie hier mehr zum KA³-Projekt.

Antrags- und Projektbetreuung

Forschungsdatenmanagement beginnt idealerweise bei der Projektenwicklung und Antragstellung, bei der erste Weichenstellungen für Datenmanagement, Standards und technische Realisierungen erfolgen. Das DCH daher ist bemüht, zu einem frühen Stadium der Projektentwicklung Kontakt zu den Antragstellern an der Philosophischen Fakultät aufzunehmen und seine Hilfe anzubieten.
Vermehrt fordern auch Projektförderern schon bei Antragstellung stichhaltige Konzepte für die Durchführung digitaler Forschung und deren nachhaltigen Verfügbarmachung ein. Die DFG und andere Projektförderer klären in ihren Handreichungen mittlerweile unmissverständlich darüber auf, dass die Kosten für die Durchführung der Nachhaltigkeitsmaßnahmen in den Projekten mit beantragt werden können und dem Antragsteller durch diese Mehrkosten im Bewilligungsverfahren keine Nachteile entstehen.
Das DCH steht außerdem bereit, im Rahmen seiner Möglichkeiten dort aktiv zu werden, wo Datenbestände oder Anwendungen an der Fakultät in immanenter Gefahr sind, durch auslaufende Förderzyklen, Erosion von Know-How oder Fehlen von Perspektiven für langfristige institutionelle oder personellen Zuständigkeiten, unbenutzbar oder unauffindbar zu werden.

Lesen Sie hier mehr zu unserem Beratungsangebot.